Jump and Run in schönen düsteren Welten …

Es gibt viele Leute, die den Hype um Youtube-Gamer nicht verstehen können. Was soll daran auch so toll sein, jemandem Anderen beim Spielen zuzusehen. Wenn man sich aber für ein Thema wirklich interessiert, dann nimmt man alles mit, was angeboten wird. Außerdem spart das passive Konsummieren Zeit und Geld.

limbo1Es gibt noch andere Gründe: Ich kann nicht alle Spiele spielen, die mich interessieren. Und oft weiß ich auch nicht, ob es sich lohnt. Oder ich beherrsche die Technik nicht so gut. Das trifft bei mir zum Beispiel auf Jump and Run Spiele zu.

inside

Aber diese beiden Spiele eines Indie-Entwicklers sind grafisch sehr reizvoll. Auch wenn sie düster un manchmal etwas makaber sind, solltet Ihr sie Euch mal auf youtube ansehen:

Limbo auf Youtube

Inside auf Youtube

 

 

 

superHotUnd hier noch ein außergewöhnlicher FirstPersonShooter, der das Wort „Antizipation“ spielerisch veranschaulicht:

Super Hot

„Hallo, haben Sie eine Oma?“ 

Im Jahre 2016 könnte man annehmen, dass alle Schulbücher digital zur Verfügung stehen. Dass dies leider nicht so ist, findet man leider immer wieder bestätigt. Die Verlage sind nicht wirklich daran interessiert. Hier müsste das Kultusministerum vorschreiben, dass dies für jedes anerkannte Schulbuch Pflicht ist, auch als digitale Version abrufbar zu sein. Aber wie die Verlage ticken,  kann man an der Geschichte mit dem Schultrojaner ablesen.digitale-schulbuecher

Bei meiner Recherche fand eine Seite für die sich einige Verlage zusammengeschlossen haben, um digitale Schulbücher-Lizenzen für 12 Monate umsonst anzubieten. Die Seite „Digitale Schulbücher“ ist ein Ableger des Vereins „Verband Bildungsmedien e. V.“, die beiden unter derselben Adresse in Frankfurt hausieren.

Und die großen Schulbuchverlage Klett und Cornelsen sind auch dabei. Schöne Sache, dachte ich (kurz, bzw. sehr kurz) und suchte nach den Büchern unserer Tochter Serafina. Sie geht in die sechste Klasse eines Gymnasiums.

Wird ja alles schön erklärt auf der Seite http://digitale-schulbuecher.de. Den Code für die Schullizenzen müssen die Lehrer auf den jeweiligen Verlagsseiten für jeweils 20 Schüler für ein Jahr beantragen. So weit so gut. Klett_logoKlett hat eine gute Seite mit der Möglichkeit die gewünschten bayerischen Schulbücher nach Kategorien zu suchen.

Die Suche nach den Kriterien „Bayern“, „Gymnasium G8“, „6. Schuljahr“, „“Digitale Schulbücher“ ergab genau zwei Treffer: Konetschno! Russisch als 2. Fremdsprache, Band 1 und 2.

Ich habe dann mal bei Klett nachgefragt: „Kann es sein, dass ich bei der Suche nach Schulbücher meiner Tochter keinen einzigen Treffer bekomme“. Lange Frage, kurze Antwort: „Ja“. Da konnte ich nicht widerstehen und fragte warum das aktuelle Englischbuch eines bayerischen Gymnasiums nicht in digitaler Form vorliegt. Antwort: „Es ist wahrscheinlich zu alt, das gibt es nicht digital.“ Liegen Bücher heute nicht alle vor dem Druck digital vor?

Cornelsen logo

Zu Cornelsen gehört das Angebot „Scook.de„, das die digitale Schülerbücherei ins Fenster stellt. Und wen wundert’s, natürlich gibt es das Deutschbuch unserer Tochter auch nicht in digitaler Form.

Zur Erklärung der Überschrift: Bei der Recherche nach der Übersetzung von Konetschno! habe ich dann folgende Passage gefunden:

„Hallo, haben Sie eine Oma?“
Die Verkäuferin: Да, конечно! (Da, konetschno!) – „Ja, natürlich!“.

Schulmaterialien online

FOpenEducationalResourcesreie Lernmaterialien für alle! Es gibt ja schon ein paar Ansätze für digitale und online verfügbare Schulbücher. Oft fällt hier die Abkürzung OER, Open Educational Resources. Dabei handelt es sich um freie Lernmaterialien unter einer offenen Lizenz.

Das OER Schulbuch Biologie 1 ist so ein Beispiel nach dem Berliner Rahmenlehrplan. Dumm nur, wenn man in München zur Schule geht. Oder auch nicht: Hier gibt es Serlo, dSerloas von einem gemeinnützigen Verein (Serlo Education e. V.) im Februar 2010 gegründet worden ist. Deren Ansatz nimmt auf die dezentralen Lehrpläne Rücksicht und bietet fach-bezogen/schulart-bezogen für jedes Bundesland einen eigenen Bereich an. Da der Sitz des Vereins in München ist, wird das Meiste aber bisher nur für bayerische Schulen angeboten und nach kurzer Recherche findet man eigentlich nur Mathematik. Da fehlt ein wenig Werbung in den anderen Bundesländern.

Die USA macht es mal wieder vor. Amazon und das US-Bildungsministerium haben die gemeinsame Initiative amazoninspire für offen lizenzierte Bildungsunterlagen gestartet. Das Ziel, offene Lernunterlagen zum Standard an US-amerikanischen Schulen zu machen, verfolgt auch das US-Bildungsministerium mit der kurz davor veröffentlichten Initiative #GoOpen (vgl. auch eine 40-Seiten starke Broschüre, PDF).

#GoOpen-Schulbezirke verpflichten sich dazu, binnen 12 Monaten zumindest ein Schulbuch mit ausschließlich offen lizenzierten Materialien zu ersetzen sowie den Implementierungsprozess für potentielle Nachfolger öffentlich zu dokumentieren.

Das würde Deutschland mit seinem Schulverlags-Monopol auch gut tun.

lelivrescolaireEin weiteres gutes Beispiel kommt aus Frankreich: der Schulbuchverlag lelivrescolaire. Er hat seine Schulbücher online gestellt, einschließlich Übungen und Tests. Außerdem bietet der Verlag den Lehrern die nötigen Werkzeuge, um Lehrbuchseiten und Übungen selber zu gestalten.

 

Fazit: Leider orientieren sich die meisten Angebote nicht wirklich an den Lehrplan-Interpretationen der verschiedenen Schulen. Das macht es für die Schüler nicht besonders reizvoll. Wäre es nicht leichter, einfach die Schulbücher in einem ersten Schritt digital anzubieten und dafür Apps für die Prüfungsvorbereitungen zu programmieren? Ginge schnell und würde sich für alle Bundesländer leicht umsetzen lassen.

Siehe in diesem Zusammenhang auch die wirklich „interessante“ oder sollte ich sagen „unglaubliche“ Geschichte mit dem Schultrojaner.

Studien über die Chancen und Risiken digitaler Medien

BertelsmannStiftungAn unserem Gymnasium findet diese Woche eine Podiumsdiskussion zum Thema „Digitale Medien in Schulen“ statt. Und wie schon öfter angemerkt, leben wir in der wunderbaren Wissenswelt der Internetära. Deswegen gibt es natürlich auch ein paar interessante Texte um sich einzulesen in die Welt der digitalen Schulmedien:

und etwas älter:

mebis Landeszentrum Bayern

mebis

Interessanter Ansatz in Bayern mit Verbesserungsmöglichkeiten – mebis (Medien Bildung Service) Landeszentrum Bayern

Ich habe ein wenig im Prüfungsarchiv gestöbert und für meinen Fall nix gefunden. Unsere Tochter ist in der siebten Klasse und wenn ich auf die entsprechende Seite im Archiv komme, finde ich nur Jahrgangsstufenarbeiten für die sechste und zehnte Klasse. Wobei der Plural „-arbeiten“ auch ein wenig übertrieben ist, denn es ist genau Eine.

Mal sehen, ob und wann ich auf meine Fragen eine Antwort bekomme:

Sehr geehrte Damen und Herren,

… als ich dann im Prüfungsarchiv ein wenig gesucht habe, war ich doch verblüfft. Deswegen ein paar Fragen:

1. Seit wann gibt es mebis?
2. Wer pflegt die Inhalte ein, im Besonderen in das Prüfungsarchiv?
3. Warum sind im Archiv nur jeweils zwei Jahrgangsstufen zu finden?

Herzliche Grüße
Stefan Fütterer

 

Schule 2.0 – Schulen der Zukunft

SchulenderZukunftDas schweizerische (mit deutschen und österreichischen Regionalgruppen) Projekt „Schulen der Zukunft“  fordert eine zivilgesellschaftliche Bewegung zur Umgestaltung unserer Schulen. Das kann ich nur unterschreiben. Die deutsche Initiative findet sich auf den Seiten von „Schule im Aufbruch“.

Was auf diesem steinigen Weg fehlt, ist ein Portal mit dem Motto „Anstrengungen aller Art für die Schulen der Zukunft – vereinigt Euch“, auf dem alle bisherigen und zukünftigen Anstrengungen zu finden sind. Bei meiner bisherigen Recherche wird es immer klarer: So viele Menschen engagieren sich für die Idee eines neuen Schulsystems ohne von anderen und deren Projekten zu wissen.

Sehr gefallen hat mir auch ein Projekt der österreichischen Seite lernwelt.at. Der Kernsatz von „flow macht Schule“ lautet: „Wir brauchen Lernformen, die Freude machen und die als Basis für lebenslanges Lernen taugen.“

 

Bildungsregion Bayern – „Lernen durch Engagement“

SMGHeute habe ich die verantwortliche Person hinter der Aktion Bildungsregion Bayern für unsere Region kennengelernt, Frau Regina Schliephake von der Standortmarketing Gesellschaft Landkreis Miesbach GmbH. Sie betreut die Projekte im Landkreis Miesbach.

Ihr Herzensprojekt verbindet ehrenamtliche Projekte mit dem herkömmlichen Lehrplan. Dabei engagieren sich die Schüler und Schülerinnen im sozialen, ökologischen, kulturellen oder politischen Bereich als Teil des Unterrichts.

Da schon über 100 Schulen in 14 Bundesländern in diesem Netzwerk unterwegs sind, wäre das ein guter Ansatz für das Projekt lernenimspiel.de.

Von G8-Zuchthäusern und Physik in der Turnhalle

Drei bekannte Moderatoren über unser altgedientes Schulsystem und mit Vorschlägen, wie Schüler aus ihren Kerkern befreit werden können.

Precht: „Heute wissen wir ganz viel über Kinderpsychologie und ganz viel über Lernen, aber wir haben immer noch Strukturen, die verhindern, dass Kinder effektiv lernen und sie adäquat unterrichtet werden …“

Giovanni di Lorenzo: „Wer auch nur die Absicht hat, an der Schule etwas zu drehen, der kann den Sturm der Eltern voraussehen …“

Gamification – Workification

der standardatAlle reden immer von Gamification, also wie man die Spielewelt in anderen Bereichen einsetzen kann. Einen interessanten Gedanken habe ich auf derstandard.at gelesen. Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht, obwohl ich als Minecraft-Spieler auch schon einige Zeit unter Tage verbracht habe. Heißt: Ich habe mir die Finger blutig gespielt, um durch Grinding, Crafting, usw. meine Welt zu verbessern und meine bars zu pushen (Fortschrittsbalken zu füllen). Bedeutet: In meiner Spiele-Freizeit habe ich eigentlich gearbeitet.

 

Hier geht’s zum Artikel über Workification in Games.