Es gibt auch gute Lehrer …

… aber wenn ich mich frage, ob die guten oder die schlechten Lehrer in meiner Schulzeit (drei Schulen) überwogen haben, kann ich erstere an einer Hand abzählen. Ein Grund ist sicher unser gesamtes Bildungssystem einschließlich der Lehrer-Ausbildung. Und was machen die Verantwortlichen? Die Bundesregierung investiert Milliarden (oder auch nicht) in die Frage, wie man Computer in den Schulen einführen kann.

Hier ein interessanter Kommentar eines Schülers, der an die anderen elf Millionen appeliert, zusammen das Bildungssystem zu ändern.

Gamification – Workification

der standardatAlle reden immer von Gamification, also wie man die Spielewelt in anderen Bereichen einsetzen kann. Einen interessanten Gedanken habe ich auf derstandard.at gelesen. Darüber hatte ich noch nicht nachgedacht, obwohl ich als Minecraft-Spieler auch schon einige Zeit unter Tage verbracht habe. Heißt: Ich habe mir die Finger blutig gespielt, um durch Grinding, Crafting, usw. meine Welt zu verbessern und meine bars zu pushen (Fortschrittsbalken zu füllen). Bedeutet: In meiner Spiele-Freizeit habe ich eigentlich gearbeitet.

 

Hier geht’s zum Artikel über Workification in Games.

 

 

Gutachterkriterien für Lernmittel – Vergleich November 2010 mit Mai 2016

Kultusministerium

Bei der Recherche zu Themen, die einem am Herzen liegen, muss man manchmal leise in der Nacht in sein Kissen weinen.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die aktuellen „Kriterien zur Begutachtung von Lernmitteln“ (Stand: Mai 2016) mit der Fassung vom November 2010 zu vergleichen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Wort „digital“ und seine Verwandten so selten vorkommen, dass man sich noch im vorigen Jahrhundert wähnt.

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Schultrojaner – eine unglaubliche Geschichte

Kultusministerkonferenz Heute bekam ich bei der Recherche zu meinem Projekt einen richtig dicken Hals. Wer hat schon mal etwas vom „Schultrojaner“ gehört? Dabei handelt es sich um eine Vereinbarung zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und den Schulbuchverlagen. 2011 sollten die Schulrechner nach urheberrechtswidrig erstellten Kopien aus Schulbüchern durchsucht werden. Nach Protesten ließen die Bundesländer von diesen genialen Plänen 2012 ab.

Mir fehlen die Worte, um diesen bildungsfeindlichen, wirtschaftssubventionierenden und lobbynösen Einfall entsprechend zu würdigen. Und das ist erst vier Jahre her. Aber das ist noch nicht alles:

Die Neuregelung für 2013 sah vor, dass die Kultusministerien den Schulbuchverlagen 9 Millionen Euro überweisen. Wofür? Dass die Schulbücher auch digital für die Schüler vorliegen? Weit gefehlt. 10 Prozent, höchstens 20 Seiten dürfen für Beamer, Whiteboard, Intranet oder sonstige geschützte Speicher kopiert werden. Ist das zu glauben?

Die neueste Regelung habe ich noch nicht gefunden. Ich werde da mal nachhaken.