Schulmaterialien online

FOpenEducationalResourcesreie Lernmaterialien für alle! Es gibt ja schon ein paar Ansätze für digitale und online verfügbare Schulbücher. Oft fällt hier die Abkürzung OER, Open Educational Resources. Dabei handelt es sich um freie Lernmaterialien unter einer offenen Lizenz.

Das OER Schulbuch Biologie 1 ist so ein Beispiel nach dem Berliner Rahmenlehrplan. Dumm nur, wenn man in München zur Schule geht. Oder auch nicht: Hier gibt es Serlo, dSerloas von einem gemeinnützigen Verein (Serlo Education e. V.) im Februar 2010 gegründet worden ist. Deren Ansatz nimmt auf die dezentralen Lehrpläne Rücksicht und bietet fach-bezogen/schulart-bezogen für jedes Bundesland einen eigenen Bereich an. Da der Sitz des Vereins in München ist, wird das Meiste aber bisher nur für bayerische Schulen angeboten und nach kurzer Recherche findet man eigentlich nur Mathematik. Da fehlt ein wenig Werbung in den anderen Bundesländern.

Die USA macht es mal wieder vor. Amazon und das US-Bildungsministerium haben die gemeinsame Initiative amazoninspire für offen lizenzierte Bildungsunterlagen gestartet. Das Ziel, offene Lernunterlagen zum Standard an US-amerikanischen Schulen zu machen, verfolgt auch das US-Bildungsministerium mit der kurz davor veröffentlichten Initiative #GoOpen (vgl. auch eine 40-Seiten starke Broschüre, PDF).

#GoOpen-Schulbezirke verpflichten sich dazu, binnen 12 Monaten zumindest ein Schulbuch mit ausschließlich offen lizenzierten Materialien zu ersetzen sowie den Implementierungsprozess für potentielle Nachfolger öffentlich zu dokumentieren.

Das würde Deutschland mit seinem Schulverlags-Monopol auch gut tun.

lelivrescolaireEin weiteres gutes Beispiel kommt aus Frankreich: der Schulbuchverlag lelivrescolaire. Er hat seine Schulbücher online gestellt, einschließlich Übungen und Tests. Außerdem bietet der Verlag den Lehrern die nötigen Werkzeuge, um Lehrbuchseiten und Übungen selber zu gestalten.

 

Fazit: Leider orientieren sich die meisten Angebote nicht wirklich an den Lehrplan-Interpretationen der verschiedenen Schulen. Das macht es für die Schüler nicht besonders reizvoll. Wäre es nicht leichter, einfach die Schulbücher in einem ersten Schritt digital anzubieten und dafür Apps für die Prüfungsvorbereitungen zu programmieren? Ginge schnell und würde sich für alle Bundesländer leicht umsetzen lassen.

Siehe in diesem Zusammenhang auch die wirklich „interessante“ oder sollte ich sagen „unglaubliche“ Geschichte mit dem Schultrojaner.

Studien über die Chancen und Risiken digitaler Medien

BertelsmannStiftungAn unserem Gymnasium findet diese Woche eine Podiumsdiskussion zum Thema „Digitale Medien in Schulen“ statt. Und wie schon öfter angemerkt, leben wir in der wunderbaren Wissenswelt der Internetära. Deswegen gibt es natürlich auch ein paar interessante Texte um sich einzulesen in die Welt der digitalen Schulmedien:

und etwas älter:

mebis Landeszentrum Bayern

mebis

Interessanter Ansatz in Bayern mit Verbesserungsmöglichkeiten – mebis (Medien Bildung Service) Landeszentrum Bayern

Ich habe ein wenig im Prüfungsarchiv gestöbert und für meinen Fall nix gefunden. Unsere Tochter ist in der siebten Klasse und wenn ich auf die entsprechende Seite im Archiv komme, finde ich nur Jahrgangsstufenarbeiten für die sechste und zehnte Klasse. Wobei der Plural „-arbeiten“ auch ein wenig übertrieben ist, denn es ist genau Eine.

Mal sehen, ob und wann ich auf meine Fragen eine Antwort bekomme:

Sehr geehrte Damen und Herren,

… als ich dann im Prüfungsarchiv ein wenig gesucht habe, war ich doch verblüfft. Deswegen ein paar Fragen:

1. Seit wann gibt es mebis?
2. Wer pflegt die Inhalte ein, im Besonderen in das Prüfungsarchiv?
3. Warum sind im Archiv nur jeweils zwei Jahrgangsstufen zu finden?

Herzliche Grüße
Stefan Fütterer

 

Schule 2.0 – Schulen der Zukunft

SchulenderZukunftDas schweizerische (mit deutschen und österreichischen Regionalgruppen) Projekt „Schulen der Zukunft“  fordert eine zivilgesellschaftliche Bewegung zur Umgestaltung unserer Schulen. Das kann ich nur unterschreiben. Die deutsche Initiative findet sich auf den Seiten von „Schule im Aufbruch“.

Was auf diesem steinigen Weg fehlt, ist ein Portal mit dem Motto „Anstrengungen aller Art für die Schulen der Zukunft – vereinigt Euch“, auf dem alle bisherigen und zukünftigen Anstrengungen zu finden sind. Bei meiner bisherigen Recherche wird es immer klarer: So viele Menschen engagieren sich für die Idee eines neuen Schulsystems ohne von anderen und deren Projekten zu wissen.

Sehr gefallen hat mir auch ein Projekt der österreichischen Seite lernwelt.at. Der Kernsatz von „flow macht Schule“ lautet: „Wir brauchen Lernformen, die Freude machen und die als Basis für lebenslanges Lernen taugen.“